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Literatur / Minigeschichte
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Die Bücherklette

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Hurra,   schrien   wir   Kinder,   und   wir   sind   fünf   davon,   als   wir   hörten   das   sich   unsere   Eltern   sich   darüber   unterhielten,   das   wir   bald umziehen   wollten.   Mutter   sagte   zu   unserm   Vater,   das   es   doch   hier   ganz   schön   ist   für   die   Kinder   und   sie   haben   auch   ihre   Freunde   hier und   zur   Schule   haben   sie   es   hier   auch   nicht   weit.   Doch   Vater   bestand   darauf   umziehen   zu   wollen,   weil   er   schon   bald   eine   Arbeit   in einem   anderem   Ort   bekommen   würde.   Es   ist   so   weit   weg   von   unserer   jetzigen   Wohnung   meinte   er   und   machte   Mutter   klar,   das   er dann   bald   zwei   Stunden   mit   dem   Fahrrad   unterwegs   wäre   um   zur   Arbeit   zu   kommen   und   zurück   noch   einmal   zwei   Stunden,   und   ein Auto   haben   wir   nicht.   Mutter   verstand   das.   Dann   wäre   Vater   schon   allein   vier   Stunden   wegen   des   Weges   unterwegs   und   hätte   dann sicherlich   auch   keine   Zeit   mehr   für   sein   Familie.   Das   Spielen   mit   uns   Kindern   könnte   ihm   dann   sicherlich   zu   viel   werden   und   wäre   auch immer nur müde. Wir Kinder hätten dann auch nicht mehr viel von unserem Vater. Die   Zeit   rückte   näher   an   unseren   Umzug   heran.   Mutter   hat   schon   einiges   verpackt,   damit   sie   nicht   alles   später   auf   einmal   machen musste.   Vater   ging   der   weilen   weiter   zur   Arbeit   und   kümmerte   sich   nicht   darum.   Für   ihn   war   der   Tag   gelaufen   wenn   er   von   der Arbeitsstelle   zurück   kam.   Aber   manches   Mal   nahm   er   sich   die   Zeit   sich   mit   uns   zu   beschäftigen.   Das   sah   so   aus,   das   er   entweder einen Spaziergang mit uns machte oder mit uns auf den Sportplatz ging, um uns das Fußball spielen beizubringen. Unserer Ahnung   nach   wird   das   nach   dem   Umzug   sicherlich   nicht   mehr   so   sein.   Wir   wussten   genau,   das   er   dann   die   Hauptperson   wird und sich jeden Beruf über stülpen wird. Das hat er hier schon gemacht. Ja,   Vater   konnte   schon   einiges,   aber   eben   nur   einiges.   Wir   Kinder   hatte   so   manches   Mal   gestaunt   was   er   so   vollbrachte,   und   Mutters Staunen   konnte   wir   an   ihrem   Gesicht   ablesen,   welches   den   Eindruck   machte   als   hätte   Vater   doch   lieber   einen   echten   Handwerker geholt. Endlich   war   er   da,   der   Tag   an   dem   wir   unsere   neue   Heimat   kennen   lernen   durften.   Da   Mutter   alles   gut   vorgearbeitet   hatte,   war   nicht mehr   viel   in   die   Kisten   zu   verpacken.   Ruck   zuck   hatte   Vater   auch   sein   Werkzeug   für   alle   Handwerker   verstaut,   die   man   so   in   einem   fast neuen Haus braucht. Und ab ging die Post zum neuem Heim. Da   Vater   kein   Urlaub   bekam   dauerte   der   Einzug   doch   schon   einige   Wochen   und   vieles   blieb   an   Mutter   hängen.   Wir   Kinder   wurden darauf gedrillt, das wir unsere Sachen selber weg zu räumen haben. Aber   Vater   ließ   es   sich   nicht   nehmen   den   Handwerker   zu   machen,   obwohl   er   keiner   ist.   Vater   war   eben   so   gut   als   Handwerker   wie   man halt   gut   sein   kann   als   Büroangestellter.   Seine   besonderen   Fähigkeiten   hatte   er   schon,   das   durften   wir   immer   wieder   miterleben   und bestaunen. Wenn   er   dann   loslegte   die   Küche   ein   zu   richten,   waren   wir   alle   schon   gespannt   welch   ein As   er   war   und   wie   schnell   er   aufgab.   Immer wieder   konnte   wir   hören   was   für   ein   scheiß   hier   gemacht   wurde   und   er   es   wieder   gerade   biegen   mußte.   Mutter   war   so   begeistert   von ihm,   das   sie   schon   des   öfteren   wenn   er   auf   der   Arbeit   war,   den   richtigen   Mann   bestellte,   der   dann   aber   richtig   fluchte   was   für   einen Dreck er vor fand. Es   gab   kein   zweifel,   Vater   war   der   beste   und   wir   sagte   es   ihn   auch.   So   ging   er   dann   wieder   mit   geschwollener   Brust   an   das   nächste Malheur welches er beseitigte und manchmal auch bescherte. Mutter   verdrehte   schon   die   Augen   wenn   sie   aus   seinen   Munde   hörte,   na   dann   wohlen   wir   mal.   Irgendwann   kamen   wir   auf   die   Idee Vater   zu   sagen,   das   wir   helfen   wollen   und   das   alles   was   er   konnte   auch   lernen   möchten. Aber   Vater   winkte   großzügig   ab   und   meinte   zu uns, das könnt ihr noch nicht, das lasst mich mal alleine machen, damit es auch richtig wird. Klar,   da   waren   wir   Kinder   richtig   platt,   schließlich   sind   wir   nicht   mehr   ganz   so   Klein   wie   Vater   uns   mit   seiner   Aussage   machte.   Und natürlich   konnten   wir   auch   das   beurteilen,   zumindest   von   dem   was   wir   schon   wussten,   was   der   Herr   des   Hauses   wirklich   konnte.   Nur ließen wir es uns nicht anmerken, denn Vater sollte auf jeden Fall den Status des Alleskönners behalten. Als   nun   endlich   die   Küche   fertig   war   ging   es   sogleich   bei   den   Sanitäranlagen   weiter.   Vater   bestimmte   wo   noch   etwas   verbessert werden   mußte.   Es   kam   der Tag   als   dann   der   Wasserhahn   des   Waschbeckens   ausgetauscht   werden   sollte.   Er   hatte   gesehen   das   solch eine   Mischbatterie   doch   viel   schöner   ist   und   die   Wassertemperatur   wesentlich   besser   und   schneller   eingestellt   werden   kann.   Nun mußte   er   unbedingt   auch   dieses   Teil   haben.   Er   kaufte   einfach   ein   solches   Teil   ohne   zu   merken   das   diese   Garnitur   überhaupt   nicht   ins Waschbecken   passte.   Mutter   regte   sich   schon   gar   nicht   mehr   auf,   und   wir   Kinder   wußten   auch   schon   nicht   mehr   was   Vater   da   machte. Also baute er den alten Hahn aus und vergaß dabei den Absperrhahn abzudrehen.  Das   Gebrüll   von   ihm   konnten   wir   sogar   draußen   hören.   Wie   immer   hatte   er   keine   schuld   daran,   denn   irgendjemand   mußte   wohl   den Absperrhahn aufgedreht haben. Da   hatten   wir   schon   mal   die   erste   Sturmflut   im   Haus.   Mutter   kam   sofort   herbei   gelaufen   und   schimpfte   Vater   aus.   Der   wiederum   meinte er   habe   ordentlich   gearbeitet   und   das   er   keine   schuld   daran   habe.   Irgendeiner   hat   wohl   den   Hahn   wieder   ausgedreht.   Ja   ja,   meinte Mutter   zu   ihm,   ich   weiß   das   schon   lange,   der   große   Handwerker   hat   unsichtbare   Gehilfen.   Wenn   Du   selbständig   wärst,   da   wärst   Du schon   lange   Pleite.   Was   glaubst   du   eigentlich   wie   viel   Geld   ich   schon   wegen   Dir   ausgegeben   habe,   um   Deinen   Mist   wieder   gerade   zu biegen. Jetzt   war   Vater   am   Ende   mit   seinem   Latein   und   noch   dazu   beschimpft   zu   worden.   Zu   seiner   Verteidigung   sagte   er,   gut   wenn   Du   meinst Frau,    dann    werde    ich    das    zurück    bauen    und    werde    in    Zukunft    nichts    mehr    machen.   Aber    die    Überschwemmung    wird    noch weggemacht, etwas Strafe muß auch sein, hast Du gehört Du Handwerker. Das   Thema,   den   Handwerker   hat   man   im   Hause,   ist   Schnee   von   gestern.   Vater   hat   nun   eine   andere   Beschäftigung.   Zu   unser   aller erstaunen ist er nun Gärtner geworden. Das Haus bleibt sauber und wenn Vater im Dreck herum wühlt kann er sich ja mit den Gartenschlauch absprühen.

Der Handwerker

06.10.2017 von D.B.B.
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Hurra,   schrien   wir   Kinder,   und   wir   sind   fünf   davon,   als   wir   hörten das   sich   unsere   Eltern   sich   darüber   unterhielten,   das   wir   bald umziehen   wollten.   Mutter   sagte   zu   unserm   Vater,   das   es   doch hier   ganz   schön   ist   für   die   Kinder   und   sie   haben   auch   ihre Freunde   hier   und   zur   Schule   haben   sie   es   hier   auch   nicht   weit. Doch   Vater   bestand   darauf   umziehen   zu   wollen,   weil   er   schon bald   eine Arbeit   in   einem   anderem   Ort   bekommen   würde.   Es   ist so    weit    weg    von    unserer    jetzigen    Wohnung    meinte    er    und machte   Mutter   klar,   das   er   dann   bald   zwei   Stunden   mit   dem Fahrrad   unterwegs   wäre   um   zur   Arbeit   zu   kommen   und   zurück noch   einmal   zwei   Stunden,   und   ein Auto   haben   wir   nicht.   Mutter verstand   das.   Dann   wäre   Vater   schon   allein   vier   Stunden   wegen des   Weges   unterwegs   und   hätte   dann   sicherlich   auch   keine   Zeit mehr   für   sein   Familie.   Das   Spielen   mit   uns   Kindern   könnte   ihm dann   sicherlich   zu   viel   werden   und   wäre   auch   immer   nur   müde. Wir Kinder hätten dann auch nicht mehr viel von unserem Vater. Die    Zeit    rückte    näher    an    unseren    Umzug    heran.    Mutter    hat schon   einiges   verpackt,   damit   sie   nicht   alles   später   auf   einmal machen   musste.   Vater   ging   der   weilen   weiter   zur   Arbeit   und kümmerte   sich   nicht   darum.   Für   ihn   war   der   Tag   gelaufen   wenn er   von   der Arbeitsstelle   zurück   kam. Aber   manches   Mal   nahm   er sich   die   Zeit   sich   mit   uns   zu   beschäftigen.   Das   sah   so   aus,   das er   entweder   einen   Spaziergang   mit   uns   machte   oder   mit   uns   auf den Sportplatz ging, um uns das Fußball spielen beizubringen. Unserer   Ahnung    nach    wird    das    nach    dem    Umzug    sicherlich nicht    mehr    so    sein.    Wir    wussten    genau,    das    er    dann    die Hauptperson   wird   und   sich   jeden   Beruf   über   stülpen   wird.   Das hat er hier schon gemacht. Ja,    Vater    konnte    schon    einiges,    aber    eben    nur    einiges.    Wir Kinder   hatte   so   manches   Mal   gestaunt   was   er   so   vollbrachte, und    Mutters    Staunen    konnte    wir    an    ihrem    Gesicht    ablesen, welches   den   Eindruck   machte   als   hätte   Vater   doch   lieber   einen echten Handwerker geholt. Endlich   war   er   da,   der   Tag   an   dem   wir   unsere   neue   Heimat kennen   lernen   durften.   Da   Mutter   alles   gut   vorgearbeitet   hatte, war   nicht   mehr   viel   in   die   Kisten   zu   verpacken.   Ruck   zuck   hatte Vater   auch   sein   Werkzeug   für   alle   Handwerker   verstaut,   die man   so   in   einem   fast   neuen   Haus   braucht.   Und   ab   ging   die   Post zum neuem Heim. Da   Vater   kein   Urlaub   bekam   dauerte   der   Einzug   doch   schon einige   Wochen   und   vieles   blieb   an   Mutter   hängen.   Wir   Kinder wurden   darauf   gedrillt,   das   wir   unsere   Sachen   selber   weg   zu räumen haben. Aber    Vater    ließ    es    sich    nicht    nehmen    den    Handwerker    zu machen,    obwohl    er    keiner    ist.    Vater    war    eben    so    gut    als Handwerker   wie   man   halt   gut   sein   kann   als   Büroangestellter. Seine   besonderen   Fähigkeiten   hatte   er   schon,   das   durften   wir immer wieder miterleben und bestaunen. Wenn   er   dann   loslegte   die   Küche   ein   zu   richten,   waren   wir   alle schon   gespannt   welch   ein   As   er   war   und   wie   schnell   er   aufgab. Immer   wieder   konnte   wir   hören   was   für   ein   scheiß   hier   gemacht wurde   und   er   es   wieder   gerade   biegen   mußte.   Mutter   war   so begeistert   von   ihm,   das   sie   schon   des   öfteren   wenn   er   auf   der Arbeit   war,   den   richtigen   Mann   bestellte,   der   dann   aber   richtig fluchte was für einen Dreck er vor fand. Es   gab   kein   zweifel,   Vater   war   der   beste   und   wir   sagte   es   ihn auch.   So   ging   er   dann   wieder   mit   geschwollener   Brust   an   das nächste    Malheur    welches    er    beseitigte    und    manchmal    auch bescherte. Mutter   verdrehte   schon   die   Augen   wenn   sie   aus   seinen   Munde hörte,   na   dann   wohlen   wir   mal.   Irgendwann   kamen   wir   auf   die Idee   Vater   zu   sagen,   das   wir   helfen   wollen   und   das   alles   was   er konnte   auch   lernen   möchten.   Aber   Vater   winkte   großzügig   ab und   meinte   zu   uns,   das   könnt   ihr   noch   nicht,   das   lasst   mich   mal alleine machen, damit es auch richtig wird. Klar,   da   waren   wir   Kinder   richtig   platt,   schließlich   sind   wir   nicht mehr   ganz   so   Klein   wie   Vater   uns   mit   seiner   Aussage   machte. Und   natürlich   konnten   wir   auch   das   beurteilen,   zumindest   von dem   was   wir   schon   wussten,   was   der   Herr   des   Hauses   wirklich konnte.   Nur   ließen   wir   es   uns   nicht   anmerken,   denn   Vater   sollte auf jeden Fall den Status des Alleskönners behalten. Als   nun   endlich   die   Küche   fertig   war   ging   es   sogleich   bei   den Sanitäranlagen     weiter.     Vater     bestimmte     wo     noch     etwas verbessert    werden    mußte.    Es    kam    der    Tag    als    dann    der Wasserhahn   des   Waschbeckens   ausgetauscht   werden   sollte.   Er hatte   gesehen   das   solch   eine   Mischbatterie   doch   viel   schöner ist   und   die   Wassertemperatur   wesentlich   besser   und   schneller eingestellt   werden   kann.   Nun   mußte   er   unbedingt   auch   dieses Teil   haben.   Er   kaufte   einfach   ein   solches   Teil   ohne   zu   merken das   diese   Garnitur   überhaupt   nicht   ins   Waschbecken   passte. Mutter    regte    sich    schon    gar    nicht    mehr    auf,    und    wir    Kinder wußten   auch   schon   nicht   mehr   was   Vater   da   machte. Also   baute er    den    alten    Hahn    aus    und    vergaß    dabei    den   Absperrhahn abzudrehen.  Das   Gebrüll   von   ihm   konnten   wir   sogar   draußen   hören.   Wie immer   hatte   er   keine   schuld   daran,   denn   irgendjemand   mußte wohl den Absperrhahn aufgedreht haben. Da   hatten   wir   schon   mal   die   erste   Sturmflut   im   Haus.   Mutter kam    sofort    herbei    gelaufen    und    schimpfte    Vater    aus.    Der wiederum   meinte   er   habe   ordentlich   gearbeitet   und   das   er   keine schuld    daran    habe.    Irgendeiner    hat    wohl    den    Hahn    wieder ausgedreht.   Ja   ja,   meinte   Mutter   zu   ihm,   ich   weiß   das   schon lange,   der   große   Handwerker   hat   unsichtbare   Gehilfen.   Wenn Du   selbständig   wärst,   da   wärst   Du   schon   lange   Pleite.   Was glaubst    du    eigentlich    wie    viel    Geld    ich    schon    wegen    Dir ausgegeben habe, um Deinen Mist wieder gerade zu biegen. Jetzt   war   Vater   am   Ende   mit   seinem   Latein   und   noch   dazu beschimpft    zu    worden.    Zu    seiner    Verteidigung    sagte    er,    gut wenn   Du   meinst   Frau,   dann   werde   ich   das   zurück   bauen   und werde      in      Zukunft      nichts      mehr      machen.      Aber      die Überschwemmung   wird   noch   weggemacht,   etwas   Strafe   muß auch sein, hast Du gehört Du Handwerker. Das   Thema,   den   Handwerker   hat   man   im   Hause,   ist   Schnee von   gestern.   Vater   hat   nun   eine   andere   Beschäftigung.   Zu   unser aller erstaunen ist er nun Gärtner geworden. Das   Haus   bleibt   sauber   und   wenn   Vater   im   Dreck   herum   wühlt kann er sich ja mit den Gartenschlauch absprühen.

Der Handwerker

06.10.2017 von D.B.B.