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Literatur / Wasser und Leben
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Es   war   schon   tagelang   trocken   und   jeder   wartete   auf   den   erlösenden   Regen   der   mit   der   Hoffnung   verbunden   war, das   damit   ein   wenig Abkühlung   einhergehen   würde. Aber   es   wollte   einfach   nicht   regnen.   Sahen   die   Menschen   ein paar   Wolken   am   Himmel   aufziehen,   so   beteten   und   flehten   sie   gen   Himmel,   das   er   doch   bald   ein   paar   Tropfen   für sie   übrig   haben   könnte.   Doch   die   Obrigkeit   im   Himmel   öffnete   nicht   die   Schleusen   um   ihnen   den   Wohlgefallen   zu tun. Alle stöhnten schon unter der schwülen Hitzeglocke. Sollte   es   noch   eine   Woche   so   anhalten   mit   der   Wärme   dann   würden   die   Felder   an   die   Trockenheit   ihren   Tribut zollen   müssen,   das   wiederum   würde   heissen   das   sie   bald   nichts   mehr   zum   Essen   hatten.   Die   Dorfgemeinschaft hatte   keine   andere   Wahl   als   das,   endlich   wieder   den   alten   Brunnen   in   Gang   zu   bringen.   Nur   konnten   sie   keinen unter ihnen finden der das nötige Wissen hatte, so eine wichtige Sache sachgerecht und gut zu erneuern. So   setzten   sie   sich   eine Tages   zusammen   und   wählten   den   kräftigsten   und   klügsten   aus   um   in   den   nächsten   Ort   zu gehen   und   einen   Brunnenmeister   zu   holen   der   ihnen   das   Wunder   vollbringen   kann,   das   wieder   im   alten   Brunnen Wasser   einfliessen   möge.   Am   nächste   Morgen   sollte   der   Auserwählte   seinen   Marsch   antreten.   Als   der   Morgen erwachte   und   die   Dorfbewohner   zusammen   fanden,   war   der   Retter,   wie   sie   ihn   jetzt   nannten   schon   unterwegs.   Ein grosses   Päckchen   auf   dem   Rücken,   ein   kleines   Stück   Papier   in   der   Hand   worauf   geschrieben   Stand   welchen   Weg er zu gehen hatte. Am   Tag   zuvor   hatte   die   Ortsgemeinschaft   für   ihren   Retter   ein   ordentliches   Verpflegungspaket   zusammen   gestellt, was   ihn   auf   seiner   schwierigen   Tour   bei   Kräften   halten   soll.   Der   erste   Tag   ging   zur   Neige   und   das   Verdunkeln   des Himmels   zeigte   an,   das   er   sich   bald   einen   Schlafplatz   suchen   musste.   Er   musste   sich   beeilen   einen   geeigneten Platz   zu   finden,   damit   er   in   der   Nacht   nicht   gestört   wird.   Genau   das   gestaltete   sich   nicht   so   einfach,   denn   wo   ist   nur ein   Platz   mitten   in   der   Landschaft   der   seinen   Vorstellungen   entspricht. Am   besten,   dachte   er,   würde   es   wohl   unter einem   grossem   Baum   gehen,   denn   dort   würden   nicht   die   Tiere   hausen   und   er   würde   in   Ruhe   gelassen   werden.   So suchte   er   sich   einen   grossen   Baum   dessen   Äste   bis   zur   Erde   reichten   und   breitete   sein   Nachtstätte   aus.   Kaum legte er sich nieder schlief seine Seele und der dazugehörige Körper ein. Der   nächste   Morgen   sollte   ihn   einigermassen   beunruhigen,   denn   als   er   erwachte   und   sich   umsah,   merkte   er   sofort, das   Päckchen   mit   seine   Fressalien   war   verschwunden.   So   gelassen   wie   er   sonst   war   und   so   ungläubig   wie   er   nun aus   seinen   Augen   schaute,   verschlug   es   ihm   die   Stimme.   Wo   er   sonst   mit   sich   selber   reden   konnte,   blieb   die Antwort   jetzt   aus.   Was   nun! Aber   es   nützte   nichts   er   musste   weiter,   und   das   ging   am   besten   in   der   Früh,   denn   dann ist es noch nicht so warm das ihm die Hitze zu schaffen machen könnte. Wenigstens   der   Zettel   mit   der   Beschreibung   des   Weges   war   noch   da,   so   das   er   keine Angst   zu   haben   brauchte   es nicht   zu   finden,   wo   er   diesen   Fachmann   aufspüren   kann.   Doch   ohne   es   zu   merken   kam   er   vom   Weg   ab   und   er wunderte   sich   das   die   Wegbeschreibung   nicht   mit   der   Wirklichkeit   übereinstimmte.   Den   nächsten   Menschen   den ich   treffe   werde   ich   nach   dem   richtigen   Weg   fragen   und   so   lange   werde   ich   weiter   gehen   und   sehen   ob   es   nicht eine Abzweigung gibt die mich wieder auf den rechten Weg zurück führt. Langsam   bekam   er   Hunger;   ein   Dorf   oder   eine   grössere   Stadt   da   könnte   man   etwas   bekommen.   Doch   weit   und breit   war   nichts   zu   sehen   von   Häusern,   Hütten   oder   sonstige   Behausungen.   Es   kamen   grosse   Zweifel   auf,   denn   wo er   auch   hin   schaute,   er   schaute   nur   in   die   Weite   ohne   den   Anschein   einer   Ortschaft   sehen.   Offensichtlich   ist   er   in eine   Art   Niemandsland   geraten.   Endlich   drehte   er   sich   mal   um,   doch   auch   das   Zurück   fand   er   sehr   unsicher.   Wo sollte er jetzt lang gehen, er wusste es nicht. Der   Gedanke   gefangen   zu   sein   in   dem   Niemandsland   war   schon   sehr   bedrückend,   doch   aufgeben   wollte   er   auf keinen   Fall.   Was   blieb   ihm   anderes   übrig   als   seinen   Marsch   weiter   durch   zu   stehen   obwohl   es   ihm   immer   schwerer viel.   Eine   andere   Wahl   hatte   er   auch   nicht.   Jetzt   war   er   drei   Tage   unterwegs   und   hatte   nicht   gefunden   was   er aufgetragen   bekam.   Das   einzige   was   getan   werden   kann   ist   das,   sich   zusammen   zu   reissen   und   sehen   das   ein   Ort zu finden ist wo ein Brunnenbauer oder zu mindestens ein Mensch zu finden ist, der sich damit aus kannte. Doch   auf   einmal   bekam   sein   Gesicht   eine   gewisse   Freundlichkeit,   man   könnte   meinen   er   würde   Lachen,   denn   er sah   in   der   Ferne   ein   Paar   Häuser.   Das   musste   die   Ortschaft   sein   nach   der   er   so   lange   suchte,   also   machte   er   Eile dorthin   zu   kommen.   Nun   lief   er   schon   eine   Stunde   und   die   Ortschaft   wollte   nicht   näher   kommen.   Es   kam   ihm   so vor   als   ob   der   Ort   ihm   auszuweichen   schien.   Seine   Augen   machten   ihm   etwas   vor   und   er   sprach   mit   sich   selber. Wo   bin   ich   nur   hier,   ich   habe   grossen   Hunger   und   mein   Durst   ist   auch   noch   zu   stillen   und   warum   bin   ich   so schwindelig. Kaum sprach er es, da fiel er nieder und lag da und rührte sich nicht mehr. Daheim   im   Dorf   warteten   die   Bewohner   auf   eine   Nachricht,   doch   es   kam   nichts   dergleichen.   Statt   einen   zweiten Boten   zu   schicken   verbrachten   sie   die   Zeit   mit   warten,   das   wiederum   fatale   Folgen      hatte.   Sie   konnte   wegen   des Wassermangels   nichts   Ernten   und   hungerten   und   dursteten.   Die   Dorfgemeinschaft   wurde   immer   kleiner,   denn einer nach dem anderen starb weil sie so entkräftet waren und sich nicht mehr am Leben erhalten konnten. Dann   kam   der   Tag   das   nur   noch   ein   einziger   lebte.   Auch   er   wusste,   das   er   es   nicht   alleine   schaffen   würde   und sprach   vor   sich   hin:   ”Warum,   warum   haben   wir   nicht   bestimmt,   das   wir   mindestens   drei   Leute   losgeschickt   haben. Die   hätten   es   bestimmt   geschafft   mit   einem   Fachmann   zurück   zu   kommen.   Nun   haben   wir   uns   selbst   ausgerottet, nur weil wir den Klügsten geschickt haben”. Der Dümmste mit einem Zettel in der Hand hätte es auch geschafft.
Geschrieben von D.B.B.
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Es    war    schon    tagelang    trocken    und    jeder    wartete    auf    den erlösenden   Regen   der   mit   der   Hoffnung   verbunden   war,   das damit   ein   wenig   Abkühlung   einhergehen   würde.   Aber   es   wollte einfach   nicht   regnen.   Sahen   die   Menschen   ein   paar   Wolken   am Himmel   aufziehen,   so   beteten   und   flehten   sie   gen   Himmel,   das er   doch   bald   ein   paar   Tropfen   für   sie   übrig   haben   könnte.   Doch die   Obrigkeit   im   Himmel   öffnete   nicht   die   Schleusen   um   ihnen den    Wohlgefallen    zu    tun.    Alle    stöhnten    schon    unter    der schwülen Hitzeglocke. Sollte   es   noch   eine   Woche   so   anhalten   mit   der   Wärme   dann würden    die    Felder    an    die    Trockenheit    ihren    Tribut    zollen müssen,   das   wiederum   würde   heißen   das   sie   bald   nichts   mehr zum   Essen   hatten.   Die   Dorfgemeinschaft   hatte   keine   andere Wahl   als   das,   endlich   wieder   den   alten   Brunnen   in   Gang   zu bringen.   Nur   konnten   sie   keinen   unter   ihnen   finden   der   das nötige   Wissen   hatte,   so   eine   wichtige   Sache   sachgerecht   und gut zu erneuern. So   setzten   sie   sich   eine   Tages   zusammen   und   wählten   den kräftigsten   und   klügsten   aus   um   in   den   nächsten   Ort   zu   gehen und    einen    Brunnenmeister    zu    holen    der    ihnen    das    Wunder vollbringen     kann,     das     wieder     im     alten     Brunnen     Wasser einfließen   möge.   Am   nächste   Morgen   sollte   der   Auserwählte seinen    Marsch    antreten.    Als    der    Morgen    erwachte    und    die Dorfbewohner   zusammen   fanden,   war   der   Retter,   wie   sie   ihn jetzt   nannten   schon   unterwegs.   Ein   großes   Päckchen   auf   dem Rücken,     ein     kleines     Stück     Papier     in     der     Hand     worauf geschrieben Stand welchen Weg er zu gehen hatte. Am   Tag   zuvor   hatte   die   Ortsgemeinschaft   für   ihren   Retter   ein ordentliches   Verpflegungspaket   zusammen   gestellt,   was   ihn   auf seiner   schwierigen   Tour   bei   Kräften   halten   soll.   Der   erste   Tag ging   zur   Neige   und   das   Verdunkeln   des   Himmels   zeigte   an,   das er   sich   bald   einen   Schlafplatz   suchen   musste.   Er   musste   sich beeilen   einen   geeigneten   Platz   zu   finden,   damit   er   in   der   Nacht nicht   gestört   wird.   Genau   das   gestaltete   sich   nicht   so   einfach, denn   wo   ist   nur   ein   Platz   mitten   in   der   Landschaft   der   seinen Vorstellungen   entspricht.   Am   besten,   dachte   er,   würde   es   wohl unter   einem   großem   Baum   gehen,   denn   dort   würden   nicht   die Tiere    hausen    und    er    würde    in    Ruhe    gelassen    werden.    So suchte   er   sich   einen   großen   Baum   dessen   Äste   bis   zur   Erde reichten   und   breitete   sein   Nachtstätte   aus.   Kaum   legte   er   sich nieder schlief seine Seele und der dazugehörige Körper ein. Der   nächste   Morgen   sollte   ihn   einigermaßen   beunruhigen,   denn als    er    erwachte    und    sich    umsah,    merkte    er    sofort,    das Päckchen   mit   seine   Fressalien   war   verschwunden.   So   gelassen wie   er   sonst   war   und   so   ungläubig   wie   er   nun   aus   seinen Augen schaute,   verschlug   es   ihm   die   Stimme.   Wo   er   sonst   mit   sich selber   reden   konnte,   blieb   die   Antwort   jetzt   aus.   Was   nun!   Aber es   nützte   nichts   er   musste   weiter,   und   das   ging   am   besten   in der   Früh,   denn   dann   ist   es   noch   nicht   so   warm   das   ihm   die Hitze zu schaffen machen könnte. Wenigstens   der   Zettel   mit   der   Beschreibung   des   Weges   war noch   da,   so   das   er   keine   Angst   zu   haben   brauchte   es   nicht   zu finden,   wo   er   diesen   Fachmann   aufspüren   kann.   Doch   ohne   es zu   merken   kam   er   vom   Weg   ab   und   er   wunderte   sich   das   die Wegbeschreibung    nicht    mit    der    Wirklichkeit    übereinstimmte. Den   nächsten   Menschen   den   ich   treffe   werde   ich   nach   dem richtigen   Weg   fragen   und   so   lange   werde   ich   weiter   gehen   und sehen   ob   es   nicht   eine   Abzweigung   gibt   die   mich   wieder   auf den rechten Weg zurück führt. Langsam   bekam   er   Hunger;   ein   Dorf   oder   eine   größere   Stadt da    könnte    man    etwas    bekommen.    Doch    weit    und    breit    war nichts     zu     sehen     von     Häusern,     Hütten     oder     sonstige Behausungen.   Es   kamen   große   Zweifel   auf,   denn   wo   er   auch hin   schaute,   er   schaute   nur   in   die   Weite   ohne   den   Anschein einer     Ortschaft     sehen.     Offensichtlich     ist     er     in     eine     Art Niemandsland   geraten.   Endlich   drehte   er   sich   mal   um,   doch auch   das   Zurück   fand   er   sehr   unsicher.   Wo   sollte   er   jetzt   lang gehen, er wusste es nicht. Der    Gedanke    gefangen    zu    sein    in    dem    Niemandsland    war schon   sehr   bedrückend,   doch   aufgeben   wollte   er   auf   keinen Fall.   Was   blieb   ihm   anderes   übrig   als   seinen   Marsch   weiter durch    zu    stehen    obwohl    es    ihm    immer    schwerer    viel.    Eine andere    Wahl    hatte    er    auch    nicht.    Jetzt    war    er    drei    Tage unterwegs   und   hatte   nicht   gefunden   was   er   aufgetragen   bekam. Das   einzige   was   getan   werden   kann   ist   das,   sich   zusammen   zu reißen   und   sehen   das   ein   Ort   zu   finden   ist   wo   ein   Brunnenbauer oder   zu   mindestens   ein   Mensch   zu   finden   ist,   der   sich   damit aus kannte. Doch      auf      einmal      bekam      sein      Gesicht      eine      gewisse Freundlichkeit,   man   könnte   meinen   er   würde   Lachen,   denn   er sah   in   der   Ferne   ein   Paar   Häuser.   Das   musste   die   Ortschaft sein   nach   der   er   so   lange   suchte,   also   machte   er   Eile   dorthin   zu kommen.   Nun   lief   er   schon   eine   Stunde   und   die   Ortschaft   wollte nicht   näher   kommen.   Es   kam   ihm   so   vor   als   ob   der   Ort   ihm auszuweichen   schien.   Seine Augen   machten   ihm   etwas   vor   und er   sprach   mit   sich   selber.   Wo   bin   ich   nur   hier,   ich   habe   großen Hunger   und   mein   Durst   ist   auch   noch   zu   stillen   und   warum   bin ich   so   schwindelig.   Kaum   sprach   er   es,   da   fiel   er   nieder   und   lag da und rührte sich nicht mehr. Daheim    im    Dorf    warteten    die    Bewohner    auf    eine    Nachricht, doch   es   kam   nichts   dergleichen.   Statt   einen   zweiten   Boten   zu schicken   verbrachten   sie   die   Zeit   mit   warten,   das   wiederum fatale   Folgen      hatte.   Sie   konnte   wegen   des   Wassermangels nichts       Ernten       und       hungerten       und       dursteten.       Die Dorfgemeinschaft   wurde   immer   kleiner,   denn   einer   nach   dem anderen   starb   weil   sie   so   entkräftet   waren   und   sich   nicht   mehr am Leben erhalten konnten. Dann   kam   der   Tag   das   nur   noch   ein   einziger   lebte.   Auch   er wusste,   das   er   es   nicht   alleine   schaffen   würde   und   sprach   vor sich   hin:   ”Warum,   warum   haben   wir   nicht   bestimmt,   das   wir mindestens    drei    Leute    losgeschickt    haben.    Die    hätten    es bestimmt   geschafft   mit   einem   Fachmann   zurück   zu   kommen. Nun   haben   wir   uns   selbst   ausgerottet,   nur   weil   wir   den   Klügsten geschickt   haben”.   Der   Dümmste   mit   einem   Zettel   in   der   Hand hätte es auch geschafft.
Geschrieben von D.B.B.
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